Welche Vorteile haben Hybridketten im Vergleich zu Stahlketten?

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Es ist eine Herausforderung, Energie-, Daten- und Medienleitungen in Maschinen mit schrägen Achsen zu führen. Das Mittel der Wahl in der Vergangenheit: Stahlketten. Ihre größten Nachteile allerdings: Sie sind schwer. Die ständige Vibration führt zu massivem Verschleiß im Bereich der Bolzen. Immer wieder kommt es zu einer Deformation der Stege, zu einer Lösung einzelner Glieder und dadurch zum Verkanten der Schleppkette und zu Beschädigungen der Leitungen durch scharfe Kanten. Bei Standard-Stahlschleppketten ist zudem Rost ein Widersacher. Tritt Korrosion an Gelenkstellen auf, wird die Energieführung schwergängig. Nach kurzer Zeit drohen Fehlfunktionen und Anlagenstillstände. Zudem sind Stahlketten kompliziert zu reparieren. Nicht selten wirft der Anwender die gesamte Kette inklusive verbauter Kabel und Schläuche auf den Schrott.

Die Alternative: Schmiermittelfreie Hybridketten, die in immer mehr Hubfahrzeugen, Hebebühnen und Teleskopliften zum Einsatz kommen. Sie vereinen die besten Eigenschaften von Stahl und Kunststoff. Sie sind leicht, rund 50 Prozent leichter als Stahlketten. Und wartungsfrei. In der Regel laufen die Ketten jahrelang ohne Eingriff – notwendig ist lediglich eine regelmäßige visuelle Inspektion. Reparaturen und der Austausch von Leitungen und Schläuchen sind schnell erledigt. Die Außenlaschen lassen sich mit wenigen Handgriffen öffnen, einzelne Kettenglieder einfach zusammenstecken.

Und trotz des Leichtgewichts bringen Hybridketten die notwendige Stabilität für die Leitungsführung in Maschinen mit schrägen Achsen mit. Denn ihre Innenlaschen bestehen aus Stahl. Hintergriffe verriegeln bei Belastung, um Zugkraftaufnahme und Stabilität weiter zu erhöhen. So lässt sich bei einer Zusatzlast von 2 kg/m z.B. eine freitragende Länge von über 10 m bei 75 Grad Steigung realisieren.

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Baumaschinen Hybridkette

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