Umspritzen von iglidur®-Gleitlagern

Steffen Schack | 18. Mai 2020

Innovative Entwicklungen in der Automobilbranche erfordern intelligente Produktionsverfahren, besonders bei der Bauteilintegration. Ein mittlerweile etabliertes Spritzgussverfahren ist die sogenannte Hybrid- oder 2K- (Zweikomponenten)- Technik.

Bei diesem Verfahren wird ein Bauteil in das Spritzgusswerkzeug eingelegt und mit einem Kunststoff umspritzt. Dadurch können Montageschritte und somit Kosten eingespart werden. Zudem werden konstruktive bzw. technische Probleme wie Dichtigkeit, Verliersicherheit und Abrasion geschickt gelöst.

Häufig werden Metallteile umspritzt, aber geht das auch mit Kunststoff-Gleitlagern? 

Ja, iglidur Gleitlager können im 2K-Prozess umspritzt werden. Hierbei ist es wichtig, ein besonderes Augenmerk auf die Verarbeitungsparameter der eingesetzten Werkstoffe zu legen und die Geometrie der Bauteile abzustimmen. Dazu definieren wir gemeinsam mit Ihnen eine Zeichnung und beraten Sie hinsichtlich der relevanten werkzeugtechnischen Details, z. B. Lage des Anspritzpunktes und Aufnahme des Bauteils im Werkzeug. 

Wir fertigen die zu umspritzenden Gleitlager bzw. Gleitelemente aus dem zuvor gemeinsam mit Ihnen definierten iglidur-Werkstoff und liefern diese an den zuständigen Verarbeiter für den Umspritzprozess oder Prüfen eine Machbarkeit in unserem Hause.

Das Material für die Umspritzung kann dabei ein Elastomer oder Thermoplast sein. Bei igus werden mit dieser Methode z.B. Rollen hergestellt: Ein tribologisch optimierter iglidur-Werkstoff wird mit einer Weichkomponente (TPU) umhüllt. Dämpfende Eigenschaften und der notwendige Grip für die Rollbewegung am Außendurchmesser und ein perfektes Gleiten im Innendurchmesser auf der Welle ist das Ergebnis.

Durch das 2K Verfahren lassen sich die hervorragenden Gleiteigenschaften der iglidur Werkstoffe auch mit den Festigkeiten von Strukturbauteilen verbinden. Die Kostenersparnis und technischen Vorteile stehen hierbei, vor allem in der Automobilindustrie, im Vordergrund. Hoch glasfasergefüllte Werkstoffe, beispielsweise auf Basis von Polyphenylensulfid (PPS) oder Polyamid (PA), die sonst eher abrasive Eigenschaften aufgrund der Werkstoffzusammensetzung haben, können somit geschickt entkoppelt werden.

Durch das 2K Verfahren lassen sich die hervorragenden Gleiteigenschaften der iglidur Werkstoffe auch mit den Festigkeiten von Strukturbauteilen verbinden. Die Kostenersparnis und technischen Vorteile stehen hierbei, vor allem in der Automobilindustrie, im Vordergrund. Hoch glasfasergefüllte Werkstoffe, beispielsweise auf Basis von Polyphenylensulfid (PPS) oder Polyamid (PA), die sonst eher abrasive Eigenschaften aufgrund der Werkstoffzusammensetzung haben, können somit geschickt entkoppelt werden.

Kontaktieren Sie mich gerne für eine individuelle Beratung, ich freue mich auf Ihren Anruf!

Steffen Schack 
Fon: +49(0)2203-9649-9827 
Mobil: +49(0)172-3030956 
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