Auch unter Seewasser ein Dauerläufer: xiros Polymerkugellager

Patrick Czaja | 19. Mai 2021

Am umweltschonendsten ist man auch unter Wasser unterwegs, wenn man zu Fuß taucht. Wer das Wedeln mit den Flossen aber zu anstrengend findet und auf einen gewissen Komfort nicht verzichten mag, kann auf ein Unterwasser-Tretboot zurückgreifen. Ein solches hat jetzt der französische Abenteurer Stephane Rousson entwickelt, der bereits einmal mit einem Tret-Zeppelin den Ärmelkanal überquerte. „Scubster“ hat er sein neues Vehikel getauft: Man sitzt in kompletter Tauchermontur im Cockpit und steuert mit den Händen die flexiblen Propeller, die das Gefährt auf zehn Stundenkilometer beschleunigen und in alle Richtungen drehen können. „Scubster“, sagt er, „ist aber nicht so sehr auf Geschwindigkeit ausgelegt, sondern auf Manövrierfähigkeit. Man soll damit die faszinierende Welt unter Wasser optimal erkunden können.“ Doch was haben unsere xiros Polymerkugellager damit zu tun? Wir erzählen es Ihnen.

Der Entwickler war auf der Suche nach Komponenten, die die Standzeit und Qualität erhöhen, günstig und wartunsgsarm sind. Die Führungen und Lager von Propellerachsen und Lenkungs- sowie Kuppelantrieben sind stets Seewasser ausgesetzt. Daher sind Bauteile nötig, die der stark korrosiven Anwendungsumgebung standhalten. Metallkugellager haben an dieser Stelle keine Chance. Die geringe radiale und axiale Beanspruchung der Lager sowie die sehr moderate Drehzahl (150 Umdrehungen/Minute) führte die Entwickler zu xiros Polymerkugellagern mit Glaskugeln. Diese sind bestens für die Propellerachsen und Lenk- und Kuppelantriebe geeignet, arbeiten schmierfrei und trotzen den chemischen Reaktionen im Salzwasser.

Kunststoff gegen Metall im Härtetest

Um die Korrosionsbeständigkeit unserer Polymerkugellager zu testen, tauchten wir unser Lager in Salzwasser ein; aber nicht alleine. Ein Flanschkugellager aus Metall trat ebenfalls zum Härtetest an. Ein Behälter wurde mit Salzwasser gefüllt, auf 80 °C erhitzt und die Lager wurden für 120 Stunden in die Salzlösung gelegt. Um eine mögliche Korrosion schneller in Gang zu setzen, waren beide Lager nicht ganz im Wasser eingetaucht, sodass sie Kontakt zur Luft hatten. Wie dieser Test ausging, erfahren Sie hier: https://blog.igus.de/kugellager-unter-wasser-im-test/

Du hast bereits abgestimmt!
Gerne können Sie den Artikel auch kommentieren - wie freuen uns auf Ihre Meinung!