Getestete Leitungen
Was machen wir eigentlich jeden Tag im chainflex Labor?

Andreas Muckes | 26. Juni 2020

In mehreren Beiträgen haben wir bereits über unser Testlabor berichtet. Wir haben auch besondere Kundentests beschrieben und gezeigt, warum das Labor so wichtig ist. Heute möchten wir das Tagesgeschehen rund um getestete Leitungen genauer zeigen. Was machen die Kollegen da eigentlich?

Aufbau eigener oder kundenspezifischer Versuche

Unser Ziel ist es, mit unseren Leitungen den wachsenden Anforderungen von Anwendungen weiterhin gerecht zu werden. Deshalb haben wir in unserem Labor nicht nur eigene Versuche aufgebaut. Zusätzlich nutzen wir kundenspezifische Versuche, um unsere Leitungen genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dadurch können wir gegenüber unseren Kunden klare Aussagen zur Lebensdauer einer Leitung treffen. Wir reduzieren damit die Gefahr von unplanmäßigen Maschinenstillständen beim Kunden. Getestete Leitungen geben dem Kunden nicht nur ein besseres Gefühl. Sie zeigen nachweislich Qualität und damit Haltbarkeit.

Durch unsere Labortests können wir außerdem unsere Garantie belegen und unseren Kunden aussagekräftige Zahlen und Fakten zu liefern. Diese Ziele sind Grundlage für zahlreiche Versuche in unserem Testlabor.

So testen wir Leitungen in verschiedensten Bewegungsformen, jedoch in der Regel in Linearketten. Alle unsere Roboterketten hingegen kommen auf den Torsionsprüfstand in unseren Triflexketten.

Überwachung der Versuche und regelmäßige Messungen

Vor jedem Versuch definieren wir ein genaues Ziel und legen fest, wie dieser abläuft.

Unsere Tests werden kontinuierlich vollautomatisiert überwacht, Messwerte dokumentiert und Ergebnisse festgehalten. So haben wir am Ende eine klare Auswertung. Diesen hohen Automatisierungsgrad erreichen wir durch die Entwicklung von AutoMess.

Zusätzlich finden regelmäßige Messungen der Widerstandswerte mit hoch präziser Wheatstone Brücke statt. Dies dient dazu, auch kleinste Widerstandsschwankungen zu messen. Es ist jedoch nur noch bei den Versuchen notwendig, bei denen ein Anschluss an Auto Mess nicht sinnvoll ist. Hierzu zählen zum Beispiel Tests mit geringem Lebensdauerziel.

Bei Busleitungen kommen besondere Messgeräte zum Einsatz, um das Verhalten der Datenübertragung zu ermitteln. Ein Widerstandswert alleine ist hier nicht aussagekräftig genug.

Bei igus führen wir hunderte Leitungstests parallel durch. Wir messen meist voll automatisch, um dem großen Bedarf gerecht zu werden. Für diese Anforderungen wurde unser Auto Mess als automatisiert messendes System entwickelt. Es liefert Millionen von Daten zur Fütterung des Lebensdauerrechners. Dadurch greift sozusagen jeder Kunde direkt auf unser Laborwissen zu.

Sezieren der Leitungen

Alle getesteten Leitungen werden im Nachgang seziert und bis ins kleinste Detail untersucht. So finden wir heraus, welche Baugruppe wie stark strapaziert wurde.

Sezierung und optische Kontrolle jeder Leitung bis ins kleinste Detail

Wir können den Zustand der getesteten Leitung nach dem Versuch dauerhaft dokumentieren. Dadurch erhalten wir nicht nur Messwerte auf dem Papier, sondern können auch optisch Vergleiche anstellen und Veränderungen an den Leitungen erkennen.

Dokumentieren von Messwerten und Testergebnissen nach der Sezierung

All diese viele Arbeit findet im Hintergrund statt und bringt uns in Vertrieb und Produktmanagement in die komfortable Situation, unseren Kunden exakt zu beraten.

Testen auch Sie gerne die Datengrundlage in unserem Lebensdauerrechner oder besprechen mit uns die Möglichkeit für einen ganz spezifischen Leitungstest.

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