Was ist Lean Management und wie arbeitet man lean?

Beke Nieszytka | 24. Juni 2019


Lean Management („schlankes Management“) ist ein Ansatz der kontinuierlichen Prozessoptimierung. Er beinhaltet die effiziente Gestaltung der gesamten Wertschöpfungskette. Mithilfe verschiedener Methoden, Verfahrensweisen und Denkprinzipien verfolgt er das Ziel, Prozesse zu harmonisieren und ein ganzheitliches Produktionssystem ohne Verschwendung herzustellen (Lean Production).

Ursprung des Lean Managements. Seinen Ursprung hat Lean Management in der Automobilindustrie. In den 1930er Jahren führte Toyota aufgrund von Rohstoffknappheit, politischer Isolation und Sparmaßnahmen das Toyota Production System (TPS) ein, um Verschwendung zu reduzieren.


Das Konzept des Lean Managements lässt sich in verschiedenen Branchen anwenden. Den Fokus bilden wertschöpfende Handlungen, für die der Kunde zahlt. Im Arbeitsalltag werden jedoch Handlungen erfüllt, welche nicht zur Steigerung des Wertes beitragen oder sogar zusätzliche Kosten verursachen können. Dies liegt häufig ineffizienten Prozessen zugrunde, durch die es zu Wartezeiten, überflüssiger Kommunikation sowie komplizierten Arbeitsschritten kommen kann. Deshalb wird die Verschwendung von Ressourcen und Arbeitszeit gezielt behandelt.

Die 7 Arten der Verschwendung


Um eine schlanke Arbeitsweise zu ermöglichen, sollte jede Art von Verschwendung in den Prozessen eines Unternehmens identifiziert werden. In der Lean Management Theorie werden sieben Arten von nicht wertschöpfenden Aktivitäten abgebildet:

leangedanke - die sieben Arten der Verschwendung

Ein Prozess ohne Verschwendung ist jedoch kaum möglich. Daher konzentriert sich Lean Management darauf, Verschwendung auf ein vordefiniertes und erreichbares Optimum zu reduzieren. Dazu kommen im fünf Prinzipien zum Einsatz:

Die 5 Lean-Prinzipien

Definition des Wertes aus Kundensicht

Die Anforderungen und Bedürfnisse des Kunden liegen im Fokus. Die Produkte sollen seinen Vorstellungen entsprechen und exakt auf seine Bedürfnisse angepasst sein. Die Produktionsplanung ist darauf ausgerichtet, dieses Ziel zu erreichen.

Analyse des Wertstroms

Bei der Analyse werden die Abläufe in Teilbereiche zerlegt und analysiert. Letztlich müssen alle Prozesse innerhalb der Wertschöpfungskette auf den Wertstrom ausgerichtet werden.

Umsetzung des Fluss-Prinzips

Unter der Voraussetzung, dass dieser Wertstrom möglichst ohne Unterbrechungen läuft, kann Verschwendung vermieden werden. Dazu werden die Schritte eines Wertstroms in eine geeignete Reihenfolge gebracht und einander angepasst. Dies erfolgt über die Fragestellung, ob sie gleichzeitig oder nacheinander ablaufen, wie sich Engpässe vermeiden lassen.

Einführung des Pull-Prinzips

Häufig produzieren Unternehmen mit dem Ziel einer vollen Auslastung und „pushen“ die Produkte unabhängig von der konkreten Nachfrage durch die einzelnen Produktionsschritte (=Push-Prinzip). Mit dem Pull-Prinzip hingegen wird nach konkretem Bedarf produziert. Im Idealfall ist keine Lagerung erforderlich und es entstehen keine Wartezeiten.

Kontinuierliche Verbesserung

Das stetige Streben nach Perfektion ist eines der zentralen Prinzipien im Lean Management. Mit kontinuierlicher Verbesserung und dem Entdecken von immer neuen Verbesserungsmöglichkeiten, wird stetig das Ziel verfolgt einen Optimalzustand zu erreichen.


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6 Unangemessene Mittel/Verfahren
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Kommentare zur Meldung

  • Avatar

    Christian Stremlau

    02.07.2019, 11:43 Uhr

    Schöner Blog der die Grundprinzipien von lean gut beschreibt

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