Kabelbrand: Feuer durch Kabelbruch? So beugen Sie vor!

Rainer Rössel | 23. April 2019

Man liest eigentlich täglich von verheerenden Bränden.
Sei es in Wohngebäuden, oder in industriellen Anlagen, oder wie vor wenigen Tagen eben die Kathedrale von Notre-Dame in Paris/Frankreich, die nach letzten Medienberichten, aufgrund von einem Kurzschluss in Flammen aufgegangen ist.

Das Ausmaß der Schäden reicht von leichtem Sachschaden bis zum Totalausfall von Produktionskapazitäten.

Nach Angaben des „Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung e.V.“ ist mit 31% Anteil die Hauptursache für entstehende Brände die Elektrizität aufgeführt.
Zweit größte Ursache mit 22% sind sonstige und unbekannte Ursachen.

Eine mögliche Ursache für einen Kabelbrand ist dabei schlichtweg eine überlastete elektrische Leitung. 

Diese Überlastung kann u.a. durch ein Kabelbruch einer bewegten Leitung entstehen, und so zu einem Großbrand in einer Industrieanlage führen.

Wie legt man eine Leitung richtig aus? Wie kann man einen Schaden durch Kabelbrand verhindern?

Brand von Industrie/ Fertigungshallen können zum wirtschaftlichen Totalausfall führen

Um eben Brände durch überlastete Kabel zu verhindern, müssen grundsätzlich 2 Schritte bewertete werden:

1. Schritt, elektrische Auslegung

Die Regeln der elektrischen Auslegung von Leitungen müssen unbedingt beachtet werden. Das ist für eine Fachkraft der Elektrotechnik keine große Herausforderung. Das ist „tägliches Geschäft“, da gibt es klare Regeln und international anerkannte Normen, wie VDE, IEC, NFPA, oder andere.

2. Schritt, mechanische Auslegung

Ganz anders sieht es aber bei dem Teil der mechanischen Auslegung der Leitungen aus. Hier hat die elektrische Fachkraft durchaus die ein oder andere Herausforderung zu lösen.
Denn hier sind die Einflussfaktoren sehr vielfältig und häufig auch nicht durch Regelwerke oder Normen klar geregelt.

Was tun, wenn die mechanische Belastung ein wesentlicher Bestandteil der Gesamtbelastung ist?

So unterschiedlich die Arten der mechanischen Belastungen auch sein können, wie durch Überfahren, Funkenflug, chemischen Einflüssen, Kühl oder Schmierstoffen, freie, dreidimensionaler Bewegung und viele mehr, gibt es gerade immer häufiger die unterschätze Anwendungen im industriellen Bereich:

Die Anwendung von bewegten Leitungen in sog. Energieketten.

Hier bietet igus verschiedene, interessante Werkzeuge, um sicher die richtige Auswahl der Leitung unter mechanischen Belastungsgesichtspunkten auszuwählen, um einen Kabelbruch zu vermeiden:

Zur richtigen mechanischen Leitungsauswahl:

Online:

https://www.igus.de/info/chainflex-produktfinder

oder im Katalog PDF:

https://www.igus.de/downloads#!37/2/0/

Um die richtige Instandhaltung planen zu können, bevor die Lebensdauer einer Leitung erreicht ist, kann man vorab schon mal die zu erwartende Lebensdauer unter den mechanischen Gegebenheiten berechnen:

Zur Berechnung der Lebensdauer der ausgewählten Leitung

https://www.igus.de/ChainflexTools/ServiceLifeCalculator

Einfach mal ausprobieren!

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