Harte oder weiche Leitung für die Kette: Was hält am besten?

Andreas Muckes | 26. August 2019

Ganz egal, ob man die Energieführungskette e-kette oder Schleppkette nennt. Es spielt auch keine Rolle, ob Leitungen den Namen Flexibel Dynamik (FD), hochflexibel (HF) oder wie bei uns „Chain“ im Namen tragen. Für den Anwender spielt nicht der Name eine Rolle, sondern viel mehr die Funktion und die Haltbarkeit.

Die verwendete Leitung soll garantiert halten. So lange, wie es die jeweilige Anwendung erfordert. Was also hält am besten? Brauche ich eine harte oder eine weiche Leitung für die Energiekette?

Harte oder weiche Leitung?

Oft wird diese Frage nach dem Bauchgefühl beantwortet. Das sagt meistens: „weich schmiegt sich gut an“ oder „hart bricht viel schneller“. Aber was stimmt tatsächlich?

Pauschal lässt sich eine solche Aussage nicht beantworten, weil es eine Kombination aus verschiedenen Faktoren ist, die die Antwort beeinflusst.

Mit der richtigen Leitung Lebenszykluskosten signifikant senken: Dieses Whitepaper hilft Ihnen alle wichtigen Parameter zu verstehen und die genau passende Leitung für Ihre Anwendung auszuwählen.

Extrem weiche Leitungen sind deshalb schlecht, weil sie sich gerade bei anspruchsvollen Bewegungen aus den Öffnungsstegen der Kette herausdrücken können und abreiben. Extrem harte Leitungen sind auch schlecht, weil sie brechen können.

Wir müssen also genauer hinsehen.

7 Grundregeln für die richtige Leitung

Grundsätzlich muss die Auswahl der passenden Leitung immer individuell betrachtet werden. Dennoch gibt es sieben Grundregeln, die sich für die Auswahl einer guten Leitung bewährt haben. Zwei dieser Grundregeln schauen wir uns heute an.

Verseilung

Eine Grundregel ist die Verseilung, denn auch sie hat Auswirkungen auf die Härte einer Leitung. Die Bündelverseilung  zum Beispiel sorgt für eine höhere Lebensdauer bei Dauerbewegung als andere Verseilarten.

gebogene, weiche Leitung für die Energiekette
Am grüngelben Schutzleiter sieht man schön den schnellen Positionswechsel in der Leitung

Durch die doppelte Verseilung der Adern wechseln alle Adern im gleichen Abstand mehrfach den Innen- und Außenradius in der gebogenen Leitung. Zug und Schubkräfte gleichen sich damit aus und geben nötige Stabilität.

Leitungen ohne Bündelverseilung lassen sich in gleicher Anwendung ebenfalls verwenden, halten aber nachgewiesen nicht so lange. Gefühlt ist eine bündelverseilte Leitung immer etwas fester als eine Lagenverseilte. Dem ist tatsächlich so. Diese Härte der Leitung bringt am Ende die nötige Haltbarkeit!

Harte oder weiche Leitung für die Kette
Biegeverhalten einer CF-Leitung

Mantelwerkstoff

Auch der Mantelwerkstoff ist Teil der 7 Grundregeln. Denn auch er hat entscheidende Auswirkung auf den Härtegrad einer Leitung.

Unsere TPE-Mischung ist der härteste Mantelwerkstoff und erzielte -bezogen auf Abrieb und dauerhafte Biegung – bei unseren Laboruntersuchungen das beste Ergebnis in Sachen Haltbarkeit. Er ist allen anderen Werkstoffen in Abrieb und Biegeverhalten überlegen.

Fazit – Harte oder weiche Leitung?

Wenn die richtigen Konzepte genutzt werden, ist eine härtere Leitung in einer bewegten Anwendung strapazierfähiger und haltbarer als eine weiche.

Ob auch Sie diese höhere Qualität brauchen, entscheidet einzig und allein die Anwendung. Um die beste mechanische Eigenschaft für Sie zu ermitteln, empfehlen wir unseren chainflex Preis-Check.

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