So finden Sie den besten Antrieb für Ihren igus® Portalroboter

Adriana Glazer | 27. Januar 2021

Viele Chefs wünschen sich, dass Ihre Mitarbeiter einen „Drive“ entwickeln. Wir sind da schon etwas weiter und verkaufen Ihn sogar… Denn heute beschäftigen wir uns in unserer Serie zu kartesischen Robotern / Portallösungen mit der Frage, welchen Einfluss die Antriebsversionen auf die Antriebskräfte haben. Zuerst betrachten wir die verschiedenen Versionen, dann schauen wir uns die Vor- und Nachteile an. Wenn Sie mehr über Portale erfahren möchten, lesen hier weiter:
Einstieg in die Welt der Automatisierung mit igus Portalrobotern

Abb. 1: Beispiel eines Portalantriebs

Welche Antriebsversionen gibt es?

Grundsätzlich zum Verständnis: ein Portal besteht aus mindestens zwei Achsen, die z.B. in X und Y Richtung verfahren werden können. Wenn wir bei igus von Portalantrieben sprechen, meinen wir insbesondere den Antrieb der X-Achse(n). Gerade hier gibt es einige Besonderheiten.

Abb. 2: Motor seitlich gesetzt

In der Abbildung 2 sehen Sie einen Raumportalroboter (3-Achsen für XYZ) DLE-RG-0003. Unsere igus Portalsysteme sind übrigens innerhalb von 24 h lieferbar. Weitere Details finden Sie hier.
Im roten Bereich finden Sie den Motor wieder. Dieser wird mithilfe einer Kupplung mit der Linearachse verbunden. Die Linearachse besitzt zudem einen beidseitigen Antriebs- bzw. Abtriebszapfen. Dieser findet sich im blauen Bereich wieder. An diesen zweiten Zapfen wird die Königswelle angebunden. Diese sorgt für einen parallelsynchronen Antrieb beider Linearachsen. So kann es zu keiner Verkantung durch die Querachse (Y) kommen, zumindest nicht bei geringen Lasten. Bei diesem Aufbau werden drei Kupplungen benötigt.

In folgendem Video sehen Sie den Antrieb in Aktion ( ab 0:43 Min.).

Gantry-Drive einseitig

Für die etwas härten Fälle gibt es unsere Gantry-Drive- Lösung (Gantry = Englisch für „Portal“). Im Prinzip bedeutet dies, dass der Motor innerhalb der beiden X-Achsen angebracht wird und die Königswelle direkt antreibt.

Gantry Drive

Ich empfehle Ihnen den Antrieb immer mit unserem technischen Vertrieb gemeinsam auszuwählen, bzw. zu kaufen. So können wir sicherstellen, dass Sie das korrekte Produkt erhalten.

Aber zurück zum Thema. Was bringt uns der Gantry-Drive unter technischen Aspekten? Neben dem Offensichtlichen (bauraumsparend, kompakte Bauweise), reduziert der Gantry-Drive, durch eine gleichmäßigere Krafteinleitung und eine geringere Torsion der Königswelle auf die Antriebskraft der X-Achsen. So kann im Zweifelsfall ein kleinerer Motor gewählt werden oder sogar größere und dynamischere Lasten bewegt werden, als es in der seitlichen Variante der Fall ist. Ebenfalls werden hier drei Kupplungen benötigt.

Gantry-Drive mittig

Beim mittig angeordneten Gantry-Drive wird der Antrieb – wie der Name schon sagt – genau mittig zwischen den beiden X-Achsen angebracht. Dies gewährleistet eine exakt gleichmäßige Krafteinleitung in alle Antriebskomponenten.


Die Königswelle wird unterteilt in zwei gleichlange Elemente. Diese Version bietet sich besonders an, wenn der Abstand der X-Achsen besonders hoch sein soll. Bei dieser Variante werden vier Kupplungen verbaut.

Zusammenfassend kann man also festhalten: Ein Gantry-Drive ist vorteilhaft bei:

  • Hohen Lasten
  • Hoher Dynamik
  • Großer Abstand der X-Achsen (Torsion der Königswelle)
  • Platzersparnis bei geringem Bauraum

Nun hoffe ich, dass ich Ihnen die Thematik näherbringen konnte. Sollten Sie hier weitere Fragen haben, dann melden Sie sich doch gerne bei mir.

Markus Ziermann
Project manager drylin® E electric drive technology
E-mail: mziermann@igus.net
Tel.: +49 2203 9649-7201

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Portalroboter

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