Hilfe meine Linearführung rostet

Michael Hornung | 7. September 2018

Meer, Salzwasser, Schwimmbäder, Lebensmittelherstellung oder Pharma und Galvanik. In diesen Umgebungen unterliegen Bauteile höchsten Beanspruchungen. Jeder der am Meer Urlaub macht kennt die Auswirkungen alleine von salzhaltiger Luft. Materialien wie Holz verziehen sich, eine Linearführung aus Stahl rostet ohne besonderen Schutz und lässt sich nach einiger Zeit schwer bis gar nicht mehr bewegen. Und Luftfeuchtigkeit ist immer da ebenso wie in Schwimmbädern und da kommt der Kontakt zu chlorhaltigem Wasser noch dazu. In Industrien wie z.B. der Lebensmittelherstellung, Chemie, Pharma werden Bauteile wie Linearführungen intensiven Reinigungsprozessen unterzogen.

Eine Linearführung soll dauerhaft funktionieren

Ob eine Tür oder Segel auf einer Yacht zu verstellen ist oder industriell um hohe Laufzeiten zu erreichen und Ausfallzeiten zu reduzieren. Dafür müssen Linearführungen vor allem Bauteile in direkter Produktionsumgebung beständig gegen Feuchtigkeit, Wasser und vielen unterschiedlichen Chemikalien sein… von sanften bis aggressiven Medien und das auch noch bei niedrigen wie auch hohen Temperaturen.

Auch die Frage ob man die gewünschte Linearführung überhaupt in der Nähe von der Herstellung oder Verarbeitung von Lebensmittel und Medikamenten einsetzen kann ist sehr wichtig. Genau hier trennt sich bei Linearführungen die Spreu vom Weizen und die wahre Beständigkeit, Eignung und Handhabung zeigt sich im realen Praxiseinsatz.

Setzt man eine Linearführung mit Kugelumlauf oder eine Lineargleitführung ein?

Ein System mit Kugelumlauf bedeutet gleichzeitig Schmierung und die Führung darf auf keinen Fall in Kontakt mit Lebensmittel kommen, und wenn nur aufwändig gekapselt und mit speziell zertifizierten Schmierstoffen. Bei Kontakt mit Wasser oder Chemikalien dürfen die Schmierstoffe nicht ausgewaschen werden. Die metallischen Kugeln bzw. Wälzkörper erfordern zudem zwingend als Material der Welle oder Schiene einen gehärtetem und geschliffenen Stahl.

Die Lineargleitführung basiert auf dem Prinzip Gleiten statt Rollen. Keine metallischen Kugeln oder Wälzkörper sondern schmiermittelfreie Lineargleitfolien aus Kunststoff werden eingesetzt. Diese sind einfach in der Handhabung, langlebig im Einsatz, funktionieren wartungsfrei und sind extrem beständig bei Seewasser, Chemikalien oder einfach im Outdoorbereich.

Und bei Verstellungen im direkten Kontakt mit Lebensmittel sind  Linearlagerfolien konform zu FDA und EU Richtlinien verfügbar. Durch den Trockenlauf und Verzicht auf Schmierung gibt es keine Gefahr von Kontamination von Produkt und Umwelt. Die Linearführung kann offen und ohne Umhausung eingebaut werden. Und auch nach langem Stillstand lassen sie sich auch problemlos bewegen.

Der Verzicht auf metallischen Kugeln und Wälzkörper bedeutet einen weiteren entscheidenden Vorteil in Bezug eine nicht rostende Linearführung einzusetzen. Denn Lineargleitlager haben eine größere Kontaktfläche, die Lasten werden hierdurch besser verteilt.


Entgegen Kugelumlauf kann dadurch neben Lineargehäuse und Unterstützungselemente  sogar als Führungswelle der im Schiffsbau oder Pharmaindustrie bevorzugte Edelstahl V4A (Werkstoff-Nr. 14571 nach DIN17007) verwendet werden. Dieser hat eine sehr hohe Korrosions- und Temperaturbeständigkeit, eine hohe Festigkeit, gute Schweißbarkeit und Lebensmitteleignung.

Lineargleitführungen aus Edelstahl wie die drylin® W Profilführung von igus bieten beim Material diese einzigartige Konsistenz. Konsequenter Trockenlauf und Wartungsfreiheit bei Linearlagern gepaart mit extremer Edelstahlbeständigkeit bei Gehäuse und Führungen. Rostende Linearführungen gehören der Vergangenheit an.

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Linearführung Linearlagerfolien

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