Energiekette um 90° gedreht auf der Seite liegend einsetzten

mkogelmann | 5. Mai 2020

Oft ist der Einbauraum für Energieketten in der Höhe eingeschränkt. Eine, wenn auch nicht immer praktikable, Lösung ist es dann, den Biegeradius der Energiekette zu reduzieren. Dies ist aber nicht immer möglich. Entweder reicht die Reduzierung des Biegeradius nicht aus, dass die Kette dann in den Bauraum passt, oder aber es ist einfach nicht möglich, da die eingesetzten Leitungen und Schläuche einen kleineren Biegeradius nicht zulassen.

Die Energiekette einfach um 90° drehen und auf der Seite liegend einbauen ist häufig die beste Lösung.

Unterstützung vorhanden

Einige Punkte müssen aber dennoch beachtet werden. Kann die Energiekette sowohl im festen Trum als auch im bewegten Trum unterstützt werden, sind auch längere Verfahrwege realisierbar. Die igus Energieketten benötigen keine zusätzlichen Verschleißpads oder ähnliches. Als guten Gleitpartner kann man hier igus Kunststoff, Edelstahl (Werkstoff: 1.4301) oder verzinkten Stahl wählen.

Ohne Unterstützung einbauen

Wird die Kette hingegen ohne Unterstützung eingebaut oder sind nur Unterstützungen am Mitnehmer und/oder am Festpunkt vorgesehen, sprechen wir von freitragenden Anwendungen. Die maximal freitragende Länge der Kette ist in erster Linie davon abhängig, welche e-ketten Serie ich gewählt habe und wie viel Zusatzlast die Kette tragen muss.

Generell kann man sagen, je kürzer die Länge eines Kettengliedes und je höher die Zusatzlast ist, desto kürzer ist die freitragende Länge. Auch begünstigen kleinere Radien und eine größere Innenbreite die freitragende Länge positiv. Besonders geeignet für solche Anwendungen sind e-ketten mit Hintergriff, z.B. die Serien E4.1 oder E4.1L

Wie müssen Leitungen und Schläuche verlegt und zugentlastet werden?

Diese beiden Punkte sind wichtig und müssen besonders beachtet werden. Sichere Zugentlastungen und saubere Aufteilung der Leitungen sind Grundvoraussetzung für einen sicheren Betrieb.

Geeignete Zugentlastungselemente sind hier igus CFX- Bügelschellen, CFB-Zugentlastungsstecksystem oder auch Zugentlastungskämme.

Alle Leitungen und Medienführungen müssen sauber voneinander getrennt verlegt werden. Die Platzanforderungen sind wie in anderen Einbauarten einzuhalten.

Bei elektrischen Leitungen plant man 10% des Leitungsdurchmessers mindestens jedoch 1mm als Freiraum links und rechts. Über den elektrischen Leitung berücksichtigt man 10% oder mindestens 2mm. Bei Hydraulikschläuchen sind es mindestens 20%.

Zusätzlich muss man jedoch bei der Auswahl der Trennstege darauf achten, dass sich diese nicht durch das Gewicht der Leitungen nach unten schieben. Die darunterliegenden Leitungen könnten eingeklemmt werden. Um dies zu vermeiden setzt man rastbare Trennstege oder Abstandhalter ein.

Unsere Empfehlung

Wegen der Vielzahl der Anwendungsmöglichkeiten ist es empfehlenswert für den individuellen Fall unsere Beratung in Anspruch zu nehmen oder noch besser, lassen Sie sich eine kostenlose Projektierung anfertigen.

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