Welche Energieführung macht bei Top Drive Systeme Sinn?

Tim Schneebeck | 17. Juli 2020

Das Geschäft mit Öl und Gas ist kein einfaches, gerade im Bereich der Produktion und Förderung dem sogenannten Upstream. Getrieben vom Ölpreis müssen Anlagen heutzutage immer effizienter arbeiten um im Markt bestehen zu können.

Viele der zurzeit betriebenen Anlagen sind dabei nicht oder nur halb-automatisiert. Bei diesen Anlagen steht und fällt die Effizienz mit dem Personal und den niedrigen laufenden Kosten. Auf der anderen Seite hält aber auch die Automatisierung, wie man sie zum Beispiel aus dem Automobilbereich kennt, Einzug im Öl und Gas Markt. Neue Anlagen kommen auf den Markt die komplett automatisiert betrieben werden können – die Anlagen der Zukunft (Rig of the future). Diese Anlagen sind deutlich komplexer aufgebaut und teurer in der Anschaffung. Doch arbeiten sie auch deutlich schneller und sicherer als ihre halb-automatisierten Schwestern. Hier ist also Zeit das Effizienzkriterium.

Vollautomatisierte Bohranlage

Die Energieführung am Herzstück der Anlage, dem Top Drive, ist dabei von entscheidender Rolle für ihre Effizienz. Für ältere Anlagen muss die Enrgieführung möglichst leicht zu warten und dabei Kosten-Effizient sein. Bei neue Anlagen muss die Energieführung dem Automatiserungsgrad der Anlage entsprechen, ausgerichtet am Faktor Zeit. Für beide Anlagetypen hat igus die passende Energieführung.

Die richtige Energieführung für halbautomatische Ölbohranlagen – der e-loop!

Für ein klassische Ölbohranlage bietet sich eine Energieführung an, die einfach zu integrieren und die laufenden (Wartungs-) Kosten klein hält – Hier bietet sich der e-loop an. Dieser zeichnet sich durch die folgenden Punkte aus:

  1. Einfache Integration in (bestehende) Anlagen
  2. Einfache Handhabung für den „Rig Move“ Prozess
  3. Hoher Leitungsschutz durch e-loop Außenkörper (Bumper) und hohe Zugkraft durch Kunststoff-Faser Seil im Zentrum des e-loops.
  4. Modularität des Gesamtsystems welches einen schnellen und einfachen Austausch von allen Einzelkomponenten (z.B. auch einzelne Leitungen) ermöglicht
  5. Doppelte Schraubensicherung aller Elemente für eine hohe Betriebssicherheit
  6. Kleiner Biegeradius von 500mm um Kollisionen und verhaken zu minimieren
e-loop am Top Drive

Der e-loop ist auch die richtige Wahl bei bereits laufenden Anlagen. Ein Retrofit kann die Wartungs- und Instandhaltungskosten minimieren. Durch die hohe Modularität ist es möglich alle Komponenten wie e-loop Außenkörper (Bumper) aber auch Leitungen einzelnd auszutauschen. Das reduziert die Kosten und spart vor allem Zeit bei Wartung und Instandhaltung. Es steigert also die Effektivität der Anlage.

Weitere Informationen zum e-loop: www.igus.de/e-loop

Die richtige Energieführung für (hoch-) automatisierte Bohranlagen -die e-Kette!

Für (hoch-) automatisierte Anlagen empfehle ich immer eine Kettenlösung als Energiführung am Top Drive oder am Pipe Handler. Gerade bei Neubauten kann man diese Systeme gut in die Anlagen integrieren. Dabei sollte der Ansatz sein, die Energiekette mit einer Rinnenführung auszulegen. Damit ist es möglich den Top Drive mit samt e-Kette auch bei den sogenannten „Rig-Moves“ im Mast zu behalten. Dadurch ist es sogar möglich Steckverbinder durch einen Anschlusskasten zu ersetzen. Das spart Investitionskosten aber vor allem Zeit und steigert dadurch die Effizienz der Anlage. Zudem benötigt das System, richtig ausgelegt, nahezu keine Wartung. Wichtig hierbei sind daher vor allem die richtigen Leitungen, welche für eine Dauerbewegung in der e-Kette ausgelegt sein müssen.

Weitere Informationen zu Leitungen für die Dauerbewegung: https://www.igus.de/info/leitungen-fuer-bewegte-anwendungen

Bei Aufteilung der Motorleitungen (häufig Mehrader) in Einzeladern können weitere Kosten aber auch der Biegeradius des Systems deutlich minimiert werden.

  • Ein klarer Arbeitsbereich („Foot print“) der e-Kette innerhalb der Anlage verhindert Kollision mit anderem Equipment
  • Integration einer Führungsrinne kann bei Neubauten ohne Probleme vorgenommen werden
  • Strukturierte Innenaufteilung der Leitungen erhöht die Lebensdauer
  • Top Drive und Rinnensystem kann während des „Rig-Moves“ in der Anlage bleiben
  • Steckverbinder können bei Nutzung eines Anschlusskastens entfallen
  • Biegeradius der e-Kette kann bei Aufteilung der Power Leitung in Einzeladern deutlich reduziert werden

Man sieht also das die Integration einer Energiekette in die Anlage mit höherem Aufwand verbunden ist als bei e-loop. Dadurch kann aber der Aufwand während Auf- und Abbau der Anlagen deutlich reduziert werden.

Energiekette am Top Drive und Pipe Handler

Weiter Informationen zu Energieketten für Top Drive Systeme: https://www.igus.de/info/industries-application-top-drive-system

Zusammenfassung, welches Energieführungssystem macht wann Sinn?

Zusammenfassend lässt sich daher sagen, dass beide Energieführungen , der e-loop wie auch die Energiekette, ihre individuellen Stärken haben. Es macht daher Sinn, die Vor- und Nachteile für jeden Anlagentyp abzuwägen. Der e-loop spielt seine Stärken vor allem bei konventionellen und bereits laufenden Anlagen (mit Service Loops) aus. Hier kann er durch reduzierte Wartungskosten punkten. Für Neubauten und hochautomatisierte Anlagen macht die Energiekette mehr Sinn. Sie punktet vor allem durch verkürzte Auf- und Abbauzeiten der Anlagen. Welchen Anlagentyp Sie auch haben, wir unterstützen gerne bei der richtigen Auswahl und unterstützen auch bei der Integration in Ihre Anlage.

Wussten Sie auch, dass wir unsere Energieführung für Top Drive Systeme jetzt auch mit den entsprechenden Steckverbindern als Plug & Play Lösung anbieten? Schauen Sie doch mal auf unserer Webseite vorbei: https://www.igus.de/info/n20-heavy-duty-harnessing.

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Artikel Schlagwörter:

Automatisierung e-Loop Top Drive

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