In der Werkzeugmaschine sollte es immer um Qualität gehen!

Volker Beissel | 15. Februar 2021

Immer wieder werde ich gefragt, was igus denn mit Leitungen zu tun hat? Nachdem ich durch mein Selbstverständnis erst zusammengezuckt bin, entspanne ich mich und freue mich, diese Frage beantworten zu dürfen. Ich fange ganz vorne an: Mein Herz schlägt für die Elektrotechnik und bevor ich zu igus kam, kannte ich die Leitung oder umgangssprachlich das Kabel auch nur als Verbinder zwischen meiner Stromquelle und dem Verbraucher. Die Strippe ist nun mal ein notwendiges Übel, um Energie oder Daten von A nach B zu transportieren. In der Ausbildung und im Studium lernt man dann noch verschiedene Aufbauten und Auslegungskriterien kennen. Diese beziehen sich aber immer auf den elektrischen Nutzen. So weiß jeder Elektriker, dass man 1,5 mm² im Haushalt mit 16A absichert. Genauso weiß auch jeder, dass Datenleitungen am besten als Twisted Pair aufgebaut sind.

Leitungen in der Werkzeugmaschine

Die Elektrischen Parameter einer Leitung sind streng genormt (Querschnitt, Materialwiderstand, Wellenwiderstand, Kapazität etc.). Die mechanischen Parameter sind jedoch deutlich weiter gefasst. Gerade bei Werkzeugmaschinen kommt man aber an den Punkt, wo die mechanischen Rahmenbedingungen bis auf das µ bekannt sind. Genau dort sollte die Energieversorgung in Werkzeugmaschinen diesen genauen Spezifikationen in nichts nachstehen. Denn Werkzeugmaschinen sind das Herz einer industriellen Fertigung. Kommt es zu einem unerwarteten Ausfall, dann steht die Produktion. Liegt es dann auch noch an einem defekten Kabel, ist das der schlimmste Fall. Eine defekte Spindel ist schnell lokalisiert und ausgetauscht. Ein defektes Kabel sorgt erstmal für eine sporadisch auftretende Fehlermeldung. Diese Fehlermeldung kann meist verschiedene Ursachen haben, die alle durchgegangen werden müssen. Wenn das Kabel dann endlich als Fehlerquelle lokalisiert ist kommt das nächste Problem, denn im Gegensatz zur Spindel, die sich nur an einer Stelle befindet, ist das Kabel unzugänglich durch die gesamte Maschine verlegt. Der Austausch wird dadurch zu einem extrem umfangreichen Unterfangen. Umso ärgerlicher, wenn sich im Nachhinein rausstellt, dass es mit einer anderen Leitung nicht zu diesem Stillstand gekommen wäre.

chainflex fängt da an wo andere Aufhören

Genau um diese unerwarteten Ausfälle zu vermeiden, haben wir unsere chainflex Leitungen entwickelt. Der besondere Augenmerkt liegt dort auf der mechanischen Dauerbelastung. Von Beginn an führen wir mit jeder Leitung umfangreiche Tests durch. Das besondere dabei ist, dass diese Tests sich nicht nur auf Norm-Tests beziehen, sondern auch auf Versuche in der Energiekette. Unsere Leitungen enthalten deswegen neben den Norm Angaben „fest“ und „flexibel“ auch die Angabe „e-kette linear“ bzw. bei unseren ROBOT Leitungen „e-kette tordiert“. Diese Angaben wurden alle in unserem Test Labor auf über 3.800 m² ermittelt. Darauf basierend kann die genau Lebensdauer der Leitung in der Maschine mit unserem Online-Tool berechnet werden. Somit kommt es nicht zu ungewollten Maschinenstillständen, welche durch die Auswahl der passenden Leitung hätte vermieden werden können.

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