Schlüssel zur Haltbarkeit auf langem Weg

Andreas Muckes | 6. Oktober 2019

Mit oder ohne Innenmantel – Was ist besser?

Das Geheimnis liegt für den Nutzer unsichtbar im Inneren der guten Leitung. Es werkelt sicher und zuverlässig über Millionen von Bewegungen und wird von jedem Elektriker gehasst. Die Rede ist vom Innenmantel.

Um eine Leitung rund zu bekommen, füllt man die Zwickel zwischen den Adern mit Füllelementen, bevor der Schirm drauf geflochten wird oder man einen Mantel über die Adern extrudiert. Diese Füller, wie Sie landläufig genannt werden, sind günstig und dienen schlicht als Platzhalter. In hochwertigen Leitungen werden strapazierfähige Materialien genommen, die die Funktion noch besser erfüllen und damit ist Bewegung der Leitung verbessern. Aber ab einer gewissen Qualitätsstufe führ an einem Innenmantel jedoch nichts mehr vorbei.

Der Innenmantel wird mit Druck in die Verseilung gespritzt und gibt sozusagen das Negativ der Adern wieder. Es bilden sich kleine Führungskanäle die die Adern in Längsrichtung führen können und damit die Bewegung der Adern, die durch die Bewegung der Leitung entstehen, wie auf Eisenbahnschienen führen. Dieses Prinzip ist elementar wichtig auf langen Verfahrwegen und bei kleinen Radien. Kombiniert mit hoher Dynamik ist dies für Leitung mit Füllern schnell zu viel und die Adern werden zerstört. Ein Innenmantel sorgt hingegen dafür, dass die Ader sich nicht überwerfen und kein Korkenzieher entstehen kann.

Eine weitere wichtige Funktion des Innenmantel ist, dass er das Fundament des Schirms darstellt. Er sorgt dafür, dass der Schirm sich bei der Bewegung darauf ablegen kann und in Form bleibt. Daraus resultiert eine Reduzierung der Strapazen für die Schirmdrähte und eine längere Haltbarkeit. Damit bleiben hochwertige EMV Eigenschaften wie bei der CF27.UL sehr lange erhalten.

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