Kabel und Leitung – Wo liegt der Unterschied?

Julian Dymek | 3. September 2019

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Kabel oder Leitung?
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Ladekabel, USB-Kabel, Stromkabel, Kabeltrommel. All diese Wörter haben wir schon mal gehört und verwenden sie gelegentlich. Tatsächlich ist jede dieser Bezeichnungen genau genommen falsch, denn es handelt sich hierbei um Leitungen – und um die häufigste Fehlbenennung in der Elektrotechnik.

Was sind Kabel?

Kabel kriegen wir ziemlich selten zu sehen. Sie sind deutlich besser gegen Umwelteinflüsse geschützt; deswegen verwendet man sie ausschließlich auf dem Meeresgrund, unterirdisch oder auf Masten als sogenannte Luftkabel. Sogar in der Kommunikations- und Informationstechnik hat sich mittlerweile die Bezeichnung „Kabel“ durchgesetzt, obwohl dies dem Verständnis der Elektrotechnik widerspricht.

Was sind Leitungen?

Leitungen begegnen uns häufig und werden ebenfalls zur Daten- und Energieübertragung genutzt. Wir sehen und verwenden sie täglich im Alltag. Mit Leitungen laden wir unser Handy auf, versorgen den Toaster mit Energie und schließen den Fernseher an die Spielkonsole an. Es handelt sich hierbei oft um mehradrige Leitungen zur Energie- oder Datenübertragung. Übrigens gehören auch Hochspannungsleitungen dieser Kategorie an, da es sich hierbei um keine von außen geschützten Leiter handelt. Hier dient lediglich die Luft als Isolator.

Fazit

Grundsätzlich sind Kabel deutlich massiver und besser gegen Umwelteinflüsse geschützt. In der Regel sind sie für uns nicht sichtbar. Leitungen hingegen kommen immer oberhalb der Erdoberfläche zum Einsatz und begegnen uns im Alltag.

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