Reduzierung der Oberflächenrauheit von Kunststoffbauteilen mittels chemischer Glättung

Sven Weber | 9. August 2018

Letzte Woche haben wir das Thema Gleitschleifen unter die Lupe genommen. Es ging unter anderem darum, welche gedruckten Kunststoffbauteile dafür geeignet sind und welche nicht. Weiterhin habt ihr erfahren wie hoch die Kosten sind und inwieweit sich diese Form der Oberflächenbearbeitung auf die Lieferzeit auswirkt. Ihr habt den Beitrag verpasst oder wollt Euer Wissen nochmal auffrischen? Kein Problem! Anbei findet ihr den Link zum Blogbeitrag: Gleitschleifen von 3D gedruckten Kunststoffbauteilen. Andernfalls widmen wir uns nun der neuen Thematik und schauen uns an, was die chemische Glättung von 3D gedruckten Bauteilen aus Kunststoff beinhaltet und was weiterhin zu beachten ist.

 

Welche gedruckten Kunststoffbauteile eignen sich dafür? Welche nicht?
3D gedrucktes Zahnrad per SLS gebaut: unbehandelt (links), chemisch geglättet, (rechts)

Anders als beim Gleitschleifen spielt die Geometrie des Bauteils für eine chemische Glättung keine wesentliche Rolle – die Eignung der Teile ist nahezu geometrieunabhängig.

Thema Wandstärken: hier gilt es möglichst darauf zu achten dünne Wandstärken zu meiden. Als ungünstig gelten solche Bauteile, die eine Wandstärke von 0,8 mm unterschreiten – die Gefahr einer strukturellen Veränderung nimmt sonst erheblich zu. Ebenso verhält es sich mit engen Bohrungen – Durchmesser kleiner 0,4 mm gelten ebenfalls als untauglich. Achtung! Maßabweichungen von 0,1 bis 0,4 Prozent sind möglich

 

Bei welchen Temperaturen werden die Bauteile behandelt? Gibt es Ablagerungen chemischer Restbestände an den Bauteilen?

Der Glättungsprozess erfolgt bei moderaten Temperaturen zwischen 30° C und 40° C. Bei dem anschließenden Trocknungsvorgang werden Maximal-Temperaturen von bis zu 70° C erreicht.

Kein Grund zur Sorge – chemisch geglättete Bauteile weisen in der Regel keine Rückstände auf.

 
Was kostet die chemische Glättung meines Kunststoffteils? Und wie lange dauert es bis die Teile lieferbar sind?

In der Regel beläuft sich die Mindestbestellmenge auf 22,50 Euro.

Je nach Komplexität des Bauteils dauert die Fertigung per selektivem Lasersintern zwischen 24 Stunden und drei Tagen. Sofern die Bauteile im Anschluss chemisch geglättet werden sollen, verlängert sich die Lieferzeit um circa 9 bis 11 Werktage.

 

Zusammenfassung:

Ihr habt folgendes Problem:
  • Ihr benötigt einen Service, der es euch erlaubt, in kurzer Zeit gedruckte Kunststoffverschleißteile fertigen zu lassen
  • Weiterhin müsst ihr bestimmte Präzisionsanforderungen erfüllen und die Oberflächenrauigkeit reduzieren
Ihr habt nun folgende Optionen:
  • Ihr nutzt den 3D Druckservice um euer Teil anfragen oder auch direkt bestellen zu können
  • Alternativ könnt ihr auch direkt einen Experten kontaktieren um euch ausführlich über ein passendes Verfahren der Oberflächenbearbeitung beraten zu lassen
Ihr bekommt folgende Leistungen:
  • Ihr bekommt innerhalb von 24h ein unverbindliches Angebot
  • Ihr bekommt eure gedruckten Teile, je nach Komplexität, Stückzahl und Nachbearbeitungsservice, zwischen 1 und maximal 15 Werktagen