Flotter Kalottenwechsel: metallische Lager durch schmierfreie Kunststoffkalotten ersetzen

Sven Weber | 20. Juni 2018

Eins, zwei, drei – schmierfrei! Das ist tatsächlich kein Traum, sondern die Realität. Was sich genau dahinter verbirgt, erfahrt ihr hier:

In vielen produzierenden oder verarbeitenden Betrieben, beispielsweise von Ziegeln, Steinen oder Glas, herrschen extreme Schmutzbelastungen vor. Die dort eingesetzten Förderbänder sind häufig mit metallischen Steh- und Flanschlagern bestückt, die bekanntlich regelmäßig geschmiert werden müssen. Jetzt kommen Staub und Schmutz ins Spiel. Kaum sind die Lager geschmiert, setzen sich Schmutz und Staub in den Lagerstellen ab. Ärgerlich! Stillstandzeiten sind die unangenehme Folge. Das zerrt nicht nur an den Nerven, sondern auch am Geldbeutel.

Erfolgreich gewechselt! Früher: geschmiertes Metalllager (links) Heute: Schmierfreie Kunststoffkalotte (rechts)

Anders hingegen macht es ein internationaler Dachziegel-Hersteller. Dieser hat für seine Förderbänder in mehreren internationalen Standorten Kunststoffkalotten eingesetzt und getestet – mit großem Erfolg! Durch deren wartungsfreien Trockenlauf und Schmutz- sowie Staubunempfindlichkeit, konnten die wöchentlichen Stillstandzeiten eingestellt werden. Die selbstschmierenden Eigenschaften der Kalotte haben weiterhin zu dem bisherigen Non-Stop-Betrieb beigetragen. Die Lager laufen nun seit Wochen einwandfrei, bei einer Rotationsgeschwindigkeit von 70-80 Umdrehungen pro Minute.

Gehäuse bleibt, Kalotte kommt: Die metallischen Lagergehäuse müssen übrigens nicht getauscht werden – die Kalotten sind kompatibel mit den Gehäuseeinheiten UC 203-210. Spätestens jetzt sollte man erneut hellhörig werden, denn der Montageaufwand verringert sich dadurch enorm.

Und wie verhält es sich mit dem Preis? Die Kalotten sind doch bestimmt teuer? Fehlanzeige! Bei dieser Variante handelt es sich um eine kostengünstige und spritzgegossene Kunststoffkalotte – so liegen die Kosten bei einem 20 mm Durchmesser bei 1,75 € pro Stück (ab 50 Stück).

 

Fazit: Um es „flott“ zusammenzufassen – „Kalotte gut, alles gut!“