Rückblick – Anwendung – 3D-Drucker Ragnar Prototyping

Einen besseren Zeitpunkt für unseren Besuch bei der Firma Ragnar Prototyping hätten wir wohl nicht finden können. In der TU Aarhus in Dänemark nahm das auf 3D-Druck spezialisierte Unternehmen erstmals einen Prototyp mit dem beachtlichen Druckraum von 1000 x 1500 x 1000 mm in Betrieb. Und dieser Drucker ist voller igus®-Teile.

Die neue Dimension des 3D-Drucks: 1000 x 1500 x 1000 mm. Bloß das rote Schleifchen deutet auf die Festlichkeit des Augenblicks hin

Ragnar-Mitarbeiter und Studenten der Technischen Hochschule hatten in den letzten Stunden vor diesem firmenhistorischen Moment alle Hände voll zu tun, die meisten hatten in der vorherigen Nacht kaum bis gar nicht geschlafen. Einer von ihnen ist Sylvester Stormby-Szöllösi, Mitbegründer von Ragnar Prototyping und Chief Technical Officer (CTO). „Normale Drucker sind kleiner und für entsprechend kleine Prototypen geeignet“, erklärt er, „die Modelle aus diesem Drucker können die Größe einer Person haben.“ Doch es gehe nicht allein um die räumlichen Dimensionen. „Vieles von dem, was heute gedruckt wird, ist bloß Show“, sagt Stormby-Szöllösi. Den Machern von Ragnar Prototyping geht es hingegen nicht allein um Modelle, sondern zukünftig um gebrauchsfertige Produkte wie beispielsweise Sofas oder Stühle.

Die Dänen sind da auf dem Weg, Neuland zu betreten, und im Gespräch mit Sylvester Stromby-Szöllösi wird mir klar, dass der Name Ragnar nicht zufällig gewählt ist. Ragnar Lodbrok war ein bedeutender Wikinger, der etwas riskierte, in unbekannte Gebiete vordrang, „und coole Abenteuer bestand, so wie wir“, sagt Stormby-Szöllösi augenzwinkernd. Die dänischen Konstrukteure sehen sich da ganz in der Tradition ihres legendären Vorfahrens.

Da steckt viel igus® drin: drylin®-W-Profilführungen, dryspin®-Steilgewinde, eketten® und iglidur®-Gleitlager

Ein Blick in den Drucker lässt verschiedene igus®-Komponenten erkennen: eketten®, drylin®-Linearführungen und dryspin®-Steilgewinde, genauer die Zero-Backlash-Spindel für lebenslang minimales Umkehrspiel, sowie Gleitlager der Reihe iglidur®. Stormby-Szöllösi hebt bei den Spindeln die hohe Steigung hervor, die es ermöglicht, bei großen Objekten den Druckknopf rasch positionieren zu können. Aber warum überhaupt igus®? Vor allem wegen der selbstschmierenden Eigenschaften. Stormby-Szöllösi: „Wir sehen igus® als Vorreiter auf seinem Gebiet und fühlen uns geehrt, die ersten zu sein, die seine Technologie im 3D-Druck einsetzen“ – wir lehnen uns jetzt einfach mal zurück und genießen das Kompliment.

Review – Application – 3D-Printer Ragnar PrototypingMannsgroß bildet der neue 3D-Drucker von Ragnar Prototyping den Hintergrund unseres obligatorischen Gruppenfotos

Wir fühlen uns geehrt, ein Teil der Ragnar Prototying-Geschichte zu sein. Danke dafür.

Beste Grüße
igus® und das „iglidur® on tour“-Team

Rückblick – Anwendung – Werkzeugmaschinen FPT Industrie S.p.A.

Das Unternehmen FPT Industrie S.p.A., das wir an seinem Stammsitz in Santa Maria di Sala bei Venedig besuchten, hat über 44 Jahre Erfahrung in der Produktion von Werkzeugmaschinen. Seit der Gründung 1969 hat das Unternehmen seine Anteile am italienischen und internationalen Markt kontinuierlich ausgebaut. Seinen Erfolg verdankt es innovativen Entwicklungen, besonders der eigenen Forschung zur Optimierung von Prozessen und Produkten. FPT liefert Maschinen höchster technologischer Ausstattung. Mit e-ketten® von igus®.

“Dinox” ist ein Modell aus der Reihe der Vertikal-Fräsmaschinen. Das Design spielt beim italienischen Hersteller eine wichtige Rolle. An den Achsen sind e-ketten® angeschlossen, die gut ins Gesamtbild passen

Wir haben uns eine Maschine genauer angeschaut, ein Bohrwerk aus der Reihe „Spirit“. Auf sie ist FPT besonders stolz, da sich in ihr die Erfahrung im Großmachinenbau und in der Hydrostatiktechnologie in optimaler Weise vereinen. Unsere e-ketten® befinden sich an sämtlichen Achsen: für vertikale Bewegung, für die Tiefenbewegung des Werkzeugs sowie vorne beim Werkzeugwechsler.

Bei den Bohr– und Fräsmaschinen der Reihe „Spirit“ werden die Leitungen für die Energieversorgung, Datenkabel und zahlreiche Hydraulikschläuche an sämtlichen Achsen in e-ketten® geführt. Die Ausschnitte links zeigen sie für die vertikale Bewegung (oben), die Tiefenbewegung (Mitte) und geschlossen vorne beim Werkzeugwechsler

Es fällt auf, dass hinten am Werk offene Ketten sitzen, während die vorderen geschlossen sind. Das liegt daran, dass die Bearbeitung nur vorne stattfindet und die hinteren Leitungen nicht vor Spänen oder Kühlflüssigkeit geschützt werden müssen. In den e-ketten® befinden sich Leitungen für die Energieversorgung, Datenkabel und zahlreiche Hydraulikschläuche, um die entsprechenden Antriebe zu versorgen.

Die Zusammenarbeit zwischen FPT Industrie und igus® besteht nunmehr seit 14 Jahren. Technische Schwierigkeiten hat es in dieser Zeit äußerst selten gegeben. Dafür gab es jederzeit technische Beratung und Unterstützung, wenn gewünscht. Diese Zuverlässigkeit hat die italienischen Werkzeugmacher von igus® überzeugt. Und natürlich die Vielseitigkeit an e-ketten® sowie deren Zubehör, wie beispielsweise Trennstege zur optimalen Führung einzelner Leitungen.

Unser Gruppenbild vermittelt auch einen kleinen Eindruck von den Dimensionen der Maschinen, mit denen wir es bei FPT Industrie S.p.A zu tun bekamen

Das „iglidur on tour“-Team bedankt sich bei der Firma FPT Industrie S.p.A für den beeindruckenden Rundgang. Und dafür, dass sie unsere e-ketten® wieder und wieder ihrer wahren Bestimmung zuführen.

Beste Grüße
igus® und das „iglidur on tour“-Team

Rückblick – Anwendung – Sonderfahrzeuge Auto Ribeiro Lda

Der letzte Kundenbesuch der „iglidur® on tour“ führt uns ins portugiesische Canelas (Vila Nova de Gaia). Hier stellt Auto Ribeiro Lda Sicherheits- und Sonderfahrzeuge her beziehungsweise rüstet diese um. António Soares Ribeiro gründete das Unternehmen 1976. Heute liefert es jährlich über 300 Fahrzeuge aus, europaweit. Einige der Transporter auf dem Firmengelände sind so groß, dass unser iglidur® – Mobil bequem hineinpassen würde. Wenn sie ausgerüstet sind, tun sie ihren Dienst beispielsweise als Krankenwagen oder Geldtransporter.

Wir schauen uns einen einsatzbereiten Geldtransporter aus der Nähe an. Unserer drylin®-N-Miniaturgleitführungen ist in einem Verriegelungsmechanismus im Fahrzeug verbaut. Der Mechanismus wird über einen Motor angetrieben. Vorteile unserer Komponente gegenüber anderen Lösungen sind der geringe erforderliche Bauraum, insbesondere in der Tiefe, sowie die schwingungsdämpfenden und selbstschmierenden Eigenschaften. Gerade die Selbstschmierung ist wichtig, denn die Verriegelung muss verlässlich funktionieren, da man nur noch mit großem Aufwand wieder an sie herankommt

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Der Verriegelungsmechanismus mit der drylin®‐N-Miniaturgleitführung

Ein anderes Beispiel für eine igus®-Anwendung finden wir in einem Krankenwagen, genauer in der dazugehörigen Trage. Hier kommen igubal®-Gabelköpfe zum Einsatz. Die Trage befindet sich auf einem Transportgestell und ist daran über je einen Riegel vorne und hinten fixiert. Beide Riegel sind über eine Stange verbunden, die von unseren Gabelköpfen gehalten wird. So genügt eine Person, die Fixierung der Trage an beiden Seiten gleichzeitig zu lösen.

 
Die Trage des Krankenwagens lässt sich auf einem Transportgestell fixieren und wieder lösen, dank der durchdachten Konstruktion mit igubal®-Gabelköpfen genügt dazu eine Person

 

Helden der Straße: Während unser iglidur®-Testauto die halbe Welt befahren hat, retten die beiden Krankenwagen von Auto Ribeiro zukünftig Leben

Das „iglidur® on tour“-Team bedankt sich bei Auto Ribeiro für den lehrreichen Rundgang. Er hat uns wieder vor Augen geführt, dass Perfektion von jedem kleinen Detail abhängt.
Alles Gute
igus® und das „iglidur® on tour“-Team

Rückblick – Anwendung – GAI S.p.A.

Im März haben wir die italienische Firma GAI S.p.A. besucht, die eine der führenden Hersteller von Weinabfüllanlagen und Etikettiermaschinen sind.

Wir haben die Möglichkeit bekommen, ihre gut organisierten und sehr modernen Produktionshallen anzuschauen. In ihren Abfüllmaschinen sind verschiedene unserer iglidur® Gleitlager verbaut, die dem Kunden Vorteile wie  Korrosionsbeständigkeit  und wartungsfreies Arbeit ermöglichen.

Review – Application – GAI S.p.A

Review – Application – GAI S.p.A.2

Viele Grüße – igus® und das „iglidur® on tour“‐Team

Rückblick – Anwendung – Solaranlage von CNIM in Paris

In La Seyne‐sur‐Mer besuchten wir eine vollautomatische Solaranlage der Firma CNIM. Hier werden Sonnenstrahlen mittels eines Spiegelsystems konzentriert. Dadurch wird Wasser erhitzt, bis es verdampft. Die thermische Energie kann in elektrische Energie umgewandelt werden. Die langsamen Bewegungen der Spiegel über lange Zeiträume legten den Einbau von igubal®‐Stehlagern nahe. Zu ihren Vorteilen zählt, dass sie wartungsfrei sind und zudem extrem wetterbeständig.

Jede Spiegelzelle wird von igubal®‐Stehlagern getragen

Um eine maximale Energieausnutzung der Anlage zu gewährleisten, säubert ein Reinigungsroboter Zeile um Zeile des Spiegelsystems. In der Halterung des Abziehers wurden die korrosionsfreien, chemikalienbeständigen iglidur®‐Gleitlager verbaut. Für die Radlagerungen kommen Polymerkugellager der Reihe xiros® zum Einsatz. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen noch e‐Ketten von igus® integriert werden, damit die Leitungen während des Reinigungsvorgangs geführt werden.

Ein Reinigungsroboter säubert die Spiegel der Anlage trägt zu einer maximalen Energieausnutzung bei. Der Abzieher wird mit iglidur® (im Bild) wartungsfrei gelagert.

CNIM bietet seinen Kunden stets schlüsselfertige Komplettlösungen, da passen die selbstschmierenden, wartungsfreien igus®‐Produkte gut zum Programm.

Eines der xiros®‐Stehlager

Die Abkürzung CNIM steht für Constructions Industrielles de la Méditerranée. Das französische Maschinenbauunternehmen wurde 1966 gegründet, seine Ursprünge gehen jedoch auf die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Die damalige Forges et Chantiers da la Méditeranée hatte sich zunächst mit dem Bau modernster Kampf‐ und Panzerschiffe einen Namen gemacht. Heute ist CNIM weitaus breiter aufgestellt. Die Umwelttechnik sowie die Energiegewinnung gehören zu den wichtigsten Unternehmenszweigen, und wo irgend möglich, vertrauen die Konstrukteure dabei auf Produkte der Firma igus®.


iglidur® on tour zu Besuch bei CNIM

Wir bedanken uns bei CNIM für die interessanten Einblicke und Gespräche. Wir wünschen nur das Beste.
Viele Grüße – igus® und das „iglidur® on tour“‐Team

Rückblick – Anwendung – Faltbare Motorroller

In Sophia Antipolis im Département Alpes-Maritimes wurden wir von XOR Motors zu einem Besuch eingeladen. Das StartUp-Unternehmen wurde 2007 von Fabrice Marion gegründet. XOR steht für „Xtraordinaires Objets sur Route“, zu Deutsch „Besondere Straßenobjekte”, und konkret geht es um innovative, faltbare E-Roller, die alle folgende Kriterien zu erfüllen haben: Sie müssen leistungsstark sein, sauber, praktisch, erschwinglich – und der Spaßfaktor darf ebenfalls nicht zu kurz kommen.

 


Lieben gemeinsam innovative Ideen (von links nach rechts): Fabrice Marion, Gründer von XOR Motors, Karl Weinmeister, Nils Schneider (beide iglidur® on tour) und Christophe Riandet (igus® Frankreich)

Mit Sauberkeit ist hier die Umweltverträglichkeit gemeint. Alle Motoren, die das Werk von XOR Motors verlassen, sind ausschließlich elektrisch und haben einen sehr hohen Wirkungsgrad. Etwa 90 Prozent der verbrauchten Energie werden an das Rad abgegeben, das ist gegenüber Benzinern ein beachtlicher Wert. Zudem sind 99 Prozent der im Roller verwendeten Werkstoffe wiederverwertbar, einschließlich des Akkumulators. Die gesamte Struktur ist beispielsweise aus Aluminium. Der größte Clou aber ist: XOR Motors stellt die ersten Hochleistungs-Motorroller her, die sich zusammenfalten lassen und somit ganz klein sind, wenn sie gerade mal nicht gebraucht werden.

Und hier kommt dann igus® ins Spiel. Denn sämtliche Gelenkpunkte der Faltung werden von XOR Motors mit iglidur®-Gleitlagern ausgestattet. Diese sind kostengünstig, extrem leicht gegenüber herkömmlichen Stahllagern, und wetterbeständig, weil korrosionsfrei. Außerdem sind sie selbstschmierend, was den Vorteil bringt, dass der Kunde sich keine Gedanken über seine Gleitlager zu machen braucht. Einbauen und vergessen, könnte man sagen.


iglidur®-Gleitlager werden an sämtlichen Gelenkpunkten der Faltung eingebaut. Das spart Gewicht und regelmäßige Wartung.

Wir bedanken uns bei XOR Motors für die interessanten Stunden. Ihre Begeisterung für Motorroller ist ansteckend.

Das war’s, Leute!

Wenn sich etwas dem Ende neigt, dann wird man gefragt wie es angefangen hat und was man danach macht.

  • “Wie bist Du zu “iglidur® on tour” gekommen?

Ein Freund namens Antal erzählte mir, dass igus® einen Jungingenieur für einen Roadtrip quer durch Europa suche und ich mich doch mal bewerben solle. Mein erster Gedanke war: “Ich hasse stundenlanges Autofahren.” und trotzdem konnte ich mir diese einmalige Chance nicht entgehen lassen. Ich bewarb mich, igus® sagte zu und mit Nils und Sandor war das Team nun komplett. Natürlich war es riskant, denn sie kannten mich nicht und ich kannte sie nicht. Jeder von uns hat seine Stärken und Schwächen und trotzdem haben wir uns gegenseitig ergänzt, sind zusammen gewaschen und hatten eine aufregende Zeit. Wenn einmal schlechte Laune herrschte, dann gab es immer einen der die Anderen zum Lachen gebracht hat. Ohne diesen Humor wäre es auch nicht möglich gewesen, die vergangenen 6 Monate im Team zusammen zu leben und zu arbeiten.

  • “Was machst Du nach der Tour?”

Das Leben geht weiter und wir suchen alle gerade nach einem Job. Vielleicht nehmen wir uns auch eine Auszeit, um zu verreisen. 😉

Schlussendlich möchte ich die komplette Tour noch einmal, anhand ein paar Daten/Fakten, zusammenfassen:
Das iglidur®-Auto wurde mit 56 iglidur®-Gleitlagern ausgerüstet und fuhr über 100.000 km durch über 30 Länder in den letzten 14 Monaten, um 30 Jahre iglidur® zu feiern. Alle 9 Anwendungen (Verdeckkinematik, Drosselklappe, Startergenerator, Fensterheber, Scheibenwischer, Handbremse, Bremspedal, Schalthebel und Sitzverstellung) wurden unter verschiedensten Umgebungsbedingungen getestet und das auf 4 Kontinenten. Zusätzlich gab es insgesamt 3 Tourbegleiter: Sascha, Kayla und mich, welche über jedes einzelne Event auf diesem Blog und im Facebook berichteten, damit jeder diese Tour mitverfolgen konnte. Nichtsdestotrotz ist es immer die Leistung eines gesamten Teams, welches zusammen arbeitet. Hand in Hand. 24/7!

Für mich war es eine einmalige Gelegenheit, welche ich mir nicht entgehen lassen wollte. Jedes Mal, wenn ich die Fotos und Videos über den Bildschirm flimmern sehe, dann kann ich es gar nicht glauben, dass ich das bin. Nach der Welttour und bevor die Europatour startete, fragte ich Sascha, wie es sich anfühlt sich selbst auf einer großen Leihwand vor all diesen Sehenswürdigkeiten zu sehen. Er antwortete: “Es ist wie ein zweites anderes Leben.” und da kann ich nur zustimmen. Die Zeit ist so schnell verflogen, aber ich werde sie trotzdem nie vergessen und vor allem die zwei fantastischen Jungs Nils und Sandor!

Ich möchte mich bei jedem bedanken, welcher bei dieser Tour dabei war! Wir haben so viele unterschiedliche Kulturen und Menschen innerhalb Europas kennengelernt. Wir sind alle ein große Familie. Lasst uns das nie vergessen!

Vielen Dank, dass ihr unser Abenteuer verfolgt habt!

Ein Mosaik des iglidur®-Autos bestehend auf einem Teil der igus®-Familie (Öffne das Bild einzeln, um die Details zu erkennen.)

 

PS: 100.000 km und kein einziger Strafzettel. Soweit ich weiß 😉

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